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Was ist eigentlich die Innung ???

Eine Friseurinnung ist eine offizielle, öffentlich‑rechtliche Organisation des Friseurhandwerks. Sie gehört zur traditionellen Struktur des deutschen Handwerks und hat einen klar definierten gesetzlichen Auftrag. 

Eine Friseurinnung ist somit ein Zusammenschluss selbstständiger Friseure innerhalb eines bestimmten Bezirks. Sie ist Teil der Handwerksorganisation und arbeitet eng mit der Handwerkskammer zusammen.

Aufgaben der Innung:

  1. Gesellenprüfungen organisieren und durchführen
  2. Meisterprüfungen unterstützen in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer
  3. Nachwuchsförderung & Ausbildung
  4. Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
  5. Ausbildungsberatung
  6. Interessenvertretung Sie vertritt das Friseurhandwerk mitunter gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit.
  7. Qualitätssicherung – Beratung zu Fachthemen, Hygiene, Arbeitsschutz, Betriebsführung.
  8. Rechtsberatung & Unterstützung – für Innungsmitglieder (z. B. Arbeitsrecht, Vertragsrecht).

Die Innungsorganisation erfolgt über die Satzung, den Obermeister  als Vorsitz (vergleichbar mit einem Vorsitzenden) und einem Vorstand. 

Innungen sind nicht exklusiv …

Eine Innung repräsentiert das Handwerk formal, aber nicht allein! Neben Innungen können jederzeit:

  • Fachverbände
  • Berufsvereine
  • Qualitätsgemeinschaften
  • Spezialisierte Vereinsorganiosationen 

entstehen und das Friseurhandwerk inhaltlich, fachlich oder auch gesundheitlich repräsentieren. Das ist rechtlich völlig zulässig und auch üblich.

Neben der Innung existieren bereits zahlreiche parallele Verbände, die neben Innungen agieren, z. B. Zentralverbände, Fachvereine, Qualitätsgemeinschaften, Berufsbildungsvereine, u.v.m.). So haben sich mittlerweile Barber als Spezialgebiet in Verbänden neben dem Innungswesen organisiert. 

Friseure brauchen ein Wirtschaftswunder …

Das Friseurwesen im eigentlichen Sinne baut immer mehr ab – obgleich das Interesse an diesem Beruf seitens des Nachwuchses akut momentan steigt. Somit ist es meiner Ansicht nach an de Zeit, wirklich etwas zu machen, was das Friseurwesen weiter in die Zukunft bringt und der Branche ein fassliches Wachstum beschert.  

Es zeichnet sich dabei ab, dass das Friseurwesen dies durch Spezialisierungen regulieren wird. Jedoch ist das klassische, traditionelle Verbandwesen auf derartige Spezialisierungsvorgänge nicht hinreichend eingestellt – zumindest gegenwärtig nicht. 

Neue Verbände gründen …

Nicht nur denkbar, sondern rechtlich völlig zulässig und historisch üblich ist die Gründung von neuen Verbänden. Das deutsche Vereins‑ und Verbandsrecht ist extrem frei, und das Friseurhandwerk ist nicht exklusiv an die Innungen gebunden. Das deutsche Recht kennt keine Monopolstellung der Innungen. Jeder formelle Zusammenschluss von Personen kann nach BGB § 21 ff. einen Verein gründen, solange der Zweck legal und klar ist. Auch im Handwerk existieren bereits zahlreiche parallele Verbände, die neben Innungen agieren (z. B. Zentralverbände, Fachvereine, Qualitätsgemeinschaften, Berufsbildungsvereine). Ein neu gegründeter Verband kann:

  • das Friseurhandwerk repräsentieren,
  • Schulungen anbieten,
  • Qualitätsstandards definieren,
  • Zertifizierungen vergeben,
  • Öffentlichkeitsarbeit betreiben,
  • politische Interessen vertreten,
  • Mitglieder organisieren,
  • Kooperationen – beispielsweise mit Medizin, Forschung oder Industrie – eingehen.

Er darf alles, was nicht exklusiv gesetzlich den Innungen vorbehalten ist – und das ist sehr wenig.Nur zwei Dinge sind innungsspezifisch:

  1. Handwerksrechtliche Aufgaben, z. B. Gesellenprüfungen, Meisterprüfungen – aber auch hier oft in Kooperation mit HWK).
  2. Körperschaftsstatus: öffentliche Körperschaft, kein Verein.

Aber: Eine Berufsvertretung, Qualitätsstandards, Gesundheitsthemen, Weiterbildung, Interessenvertretung – dafür braucht man keine Innung.

bpc – hautverträglichkeitsorientiertes Friseurwesen Deutschland …

In diesem Sinne befindet sic nun die bpc – hautverträglichkeitsorientiertes Friseurwesen Deutschland in Gründung. 

Die bpc – hautverträglichkeitsorientiertes Friseurwesen Deutschland wird damit die erste bundesweite Fachorganisation, die sich konsequent mit Hautgesundheit über das Friseurwesen beschäftigt. 

Sie führt Friseure, Auszubildende, Fachleute aus Medizin, Dermatologie, Arbeitsmedizin und Chemie zusammen, um das Friseurwesen in Deutschland sicherer, moderner und vor allem gesundheitlich verantwortungsvoller zu gestalten.

Friseure stehen täglich im direkten Kontakt mit Kundinnen und Kunden und sehen wegorientiert viele Hautauffälligkeiten, bevor diese akut beim Dermatologen oder in der Apotheke vorständig werden.  Genau hier setzt bpc an: bpc fördert Arbeitsweisen, die Hautreizungen, Allergien und Infektionsrisiken reduzieren, und unterstützen Friseure dabei, Hautauffälligkeiten richtig einzuschätzen und verantwortungsvoll zu handeln. Grundlage der Arbeit sind etablierte Rechtsquellen wie die TRGS 530, TRGS 401, die EU‑Kosmetikverordnung und das Infektionsschutzgesetz. Friseure dürfen zwar keine medizinische Diagnose stellen – dennoch könne Sie das Gesundheitssystem erheblich unterstützen. Dazu müssen sie Hautauffälligkeiten erkennen und auf Notwendigkeiten aufmerksam machen. 

Das bpc-Ziel ist es somit, das Friseurhandwerk gesundheitlich neu zu denken: Hypoallergene Techniken, reizarme Produkte, präventive Maßnahmen und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Haut und Haar stehen im Mittelpunkt. bpc fördert durch Schulungen mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen auf Hochschulniveau und schafft ein Netzwerk, das Friseure in ihrer gesundheitlichen Kompetenz stärkt und die Hautgesundheit für Kunden und Friseure in den Vordergrund stellt.

Die Mitglieder der Fachorganisation tragen den Titel „Cosmeceuticer“ – ein Zeichen für Kompetenz, Verantwortung und Hautgesundheit im Friseurwesen.

Der bpc e.V. ist gemeinnützig, selbstlos tätig und arbeitet ausschließlich im Interesse der Gesundheit von Kunden und Friseuren. bpc gestaltet durch ihre Mitglieder  ein Friseurwesen, das nicht nur schön macht, sondern insbesondere die Hautgesundheit hoch hält und ist somit eine Ablaufstelle für Menschen / Kunden mit Hautverträglichkeitsproblemen, Hautreizungen, Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Ekzemen und Hautallergien. 

Fazit: Der bpc e.V. vereint Friseure und Experten aus Wissenschaft und Medizin, um Allergien, Reizungen und Risiken der Haut zu reduzieren – für eine gesunde Haut und sichere Dienstleistungen. Die bpc stellt eine Friseurspezialisierung in klarer und definierter Anlehnung a das Gesundheitswesen dar und richtet die Arbeutr der Friseure, der sogenannten Cosmeceutiker gesundheitsorientiert aus. 

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