
qnc erzielt Wirkung durch Wirkstoffkomplexe …
Ein Wirkstoffkomplex ist ein Mix aus verschiedenen Inhaltsstoffen, die zusammen in einem Produkt als Team arbeiten (Synergie-Flow).
Heißt: Statt nur einem Wirkstoff hast du mehrere, die gemeinsam stärker wirken und bessere Ergebnisse pushen.
Das Ganze deckt auch mehr ab, weil verschiedene Wirkmechanismen gleichzeitig laufen.
👉qnc wirkt durch Biopolymer-Synergien …
Als Wirkstoffkomplexe bezeichnet man allgemein eine Kombinationen mehrerer Wirkstoffe, die zusammen in einem Produkt enthalten sind und gezielt zusammenwirken (Synergie-Effekt). Ein Wirkstoffkomplex besteht somit aus mehreren einzelnen Wirkstoffen die gemeinsam eingesetzt werden, um eine bestimmte Wirkung verstärkt zu erzielen.
Dabei wird ein Breiteres Wirkungsspektrum erzielt: Es werden mehrere Wirkmechanismen gleichzeitig angesprochen. Oft werden die Bestandteile so kombiniert, dass sie sich besser aufnehmen lassen und unerwünschte Wirkungen nahezu ausgeschlossen werden.
Qnc fokussiert sich dabei auf zwei spezielle Arten von Wirkstoffkomplexen: Biopolymerkomplexe & Clathrate


Biopolymerkomplexe …
Biopolymerkomplexe sind Strukturen oder Systeme aus mehreren natürlichen Makromolekülen (Biopolymeren), die miteinander wechselwirken und dabei eine gemeinsame, synergistische Funktion erfüllen.
Was sind Biopolymere …
Biopolymere sind natürliche, hochmolekulare Stoffe, die in lebenden Organismen bzw. In der Natur im Allgemeinen vorkommen. qnc fokussiert dabei zwei Spezielle:


Was sind Biopolymerkomplexe …
Ein Biopolymerkomplex entsteht, wenn zwei oder mehr Biopolymere miteinander interagieren (z. B. über elektrostatische Kräfte, Wasserstoffbrücken oder hydrophobe Wechselwirkungen), sodass ein stabiler Verbund entsteht. Wichtig ist dabei, dass die Komponenten chemisch meist eigenständig bleiben, aber funktionell gekoppelt sind.
Hierbei werden Eigenschaften dieser Biopolymere, die in der Natur zu beobachten sind, kopiert und für medizinisch-kosmetische Zwecke genutzt, was man als biomimetische Wirkung bezeichnet.
Chitosan Keratinat …
Ein Chitosan‑Keratinat‑Komplex ist ein spezieller Biopolymerkomplex, der aus den beiden natürlichen Polymeren Chitosan und Keratin (bzw. Keratin‑Derivaten) gebildet wird und einen sehr speziellen multifunktionalen Pflegestoff für Haut, Haar und Schleimhäute darstellt.

- Aus Chitin gewonnen (z. B. aus Krustentierschalen) oder aus Pilzen (vegan).
- Bekannt für eine antimikrobielle Wirkung, konditionierende Filmbildung und gute Haftungseigenschaften.

- Strukturprotein aus Haaren, Haut, Nägeln und Federn.
- Enthält viele funktionelle Gruppen die in strukturierende Wechselwirkung mit Haut und Haar treten (Repair-Effekt).
Chitosan‑Keratinat‑Komplex (Chitosonium Keratinat):

Der Komplex entsteht durch eine elektrostatische Wechselwirkung zwischen dem positiv geladenen Chitosan und negativ geladenen Keratin‑Gruppen. Dadurch bildet sich ein stabiler Polyelektrolytkomplex.
Eigenschaften von Chitosonium Keratinat
| Wirkbereich | Eigenschaften / Effekte |
|---|---|
| Feuchtigkeitsbindung | Bildet einen feinen, atmungsaktiven Film • Reduziert Wasserverlust (TEWL) • Sorgt für langanhaltende Hydratation |
| Schutzbarriere | Bildet eine schützende Schicht gegen Umwelteinflüsse • Stärkt die natürliche Hautbarriere |
| Wundheilung & Regeneration | Wirkt leicht antimikrobiell • Fördert Zellregeneration und Wundheilung • Ideal bei irritierter oder geschädigter Haut |
| Glättungseffekt | Verbessert die Hautoberfläche • Sorgt für ein weiches, glattes Hautgefühl |
| Repair-Effekt (Haar) | Repariert und stärkt die Haarstruktur • Keratin lagert sich an geschädigte Stellen an • Füllt Mikroschäden • Erhöht Elastizität und Widerstandskraft |
| Glanz & Geschmeidigkeit | Glättet die Haaroberfläche (Cuticula) • Mehr Glanz • Reduziert Frizz |
| Filmbildung & Schutz (Haar) | Bildet schützenden Film um das Haar • Schutz vor Hitze, UV-Strahlung und mechanischer Belastung |
| Feuchtigkeitsspeicherung | Verhindert Austrocknung der Haare • Verbessert die Kämmbarkeit |
| Antistatische Wirkung | Reduziert elektrische Aufladung • Sorgt für ruhigeres, kontrolliertes Haar |
Chitosan‑Keratinat ist ein sehr gut verträglicher Biopolymerkomplex, der Haar und Haut stärkt, schützt und mit Feuchtigkeit versorgt.
| Aspekt | Bewertung |
| Allergiepotenzial | ❌ kein typisches Allergen |
| Reizpotenzial | ✅ gilt als nahezu reizfrei |
| Verträglichkeit | ✅ sehr gut (biokompatibel) |
| Wirkung | stärkend + feuchtigkeitsspendend + filmbildend |
| Einsatz | Haarpflege, Hautpflege, Medizin (z. B. Wundheilung) |
Clathrat-Komplex:

Clathrate (auch Einschlussverbindungen genannt) sind spezielle molekulare Komplexe, bei denen ein Stoff (Gastmolekül) in einer käfigartigen Struktur eines anderen Stoffes (Wirtsmolekül) eingeschlossen ist – ohne dabei chemisch gebunden zu sein. Es handelt sich um eine reversible Erscheinung, die wieder gelöst werden kann und damit das eingeschlossene Gastmolekül freigesetzt werden kann. Clathrate dienen der Stabilisierung und Transport von Wirkstoffen und insbesondere der gezielte Freisetzung von Wirkstoffen.
qnc setzt Urea Peroxide als Clathrat ein und zwar als Ersatz für klassische Oxidanten …
Klassische Oxidanten setzen Ihren Anteil an Wasserstoffperoxid im sofort und ad hoc ein. Bei Urea Peroxide ist Wasserstoffperoxid das Gastmolekül in einem Harnstoff-Käfig. Dies hat zur Folge, dass das Oxidationsmittel nicht sofort und ad hoc vollumfänglich in die Reaktion eintritt sondern Zug um Zug freigesetzt wird. Dies sogt für einen deutlich kontrollierteren und selektiveren Reaktionsverlauf was folgendes konkret bewirkt:
Es kommt zu weniger Haarschädigung durch das Oxidationsmittel, denn es greift Proteine (Keratin) im Haar an und zerstört Disulfidbindungen (S–S-Brücken) in den diese zu Sulfonaten oxidiert (Cysteinsäure) werden. Damit wird die Quervernetzung irreversibel aufgehoben und das Haar verliert an Elastizität / Strukturfestigkeit. In vielen Fällen lässt sich das Haar dann mit den Fingern zerreißen.
R–S–S–R → R–SO3H + R–SO3H
Vergleich von klassischen Oxidanten vs. Urea Peroxide
| Aspekt | Klassische Oxidanten | Urea Peroxide (Carbamidperoxid) |
|---|---|---|
| Freisetzung von H₂O₂ | Sofortige, vollständige Freisetzung („ad hoc“) | Langsame, schrittweise Freisetzung („Zug um Zug“) |
| Reaktionsverlauf | Schnelle, unkontrollierte Reaktion | Kontrollierter und selektiver Reaktionsverlauf |
| Wirkmechanismus | Direkter Angriff durch Wasserstoffperoxid | H₂O₂ in „Harnstoff-Käfig“ gebunden → verzögerte Abgabe |
| Einfluss auf Haarstruktur | Starker Angriff auf Proteine (Keratin) | Schonender, da geringere unmittelbare Belastung |
| Chemische Wirkung im Haar | Zerstörung von Disulfidbindungen (S–S-Brücken) → Oxidation zu Cysteinsäure | Reduzierte, kontrollierte Schädigung der Disulfidbindungen |
| Folgen für das Haar | Verlust von Elastizität und Strukturfestigkeit | Geringerer Strukturverlust |
| Haarzustand nach Anwendung | Kann stark geschädigt sein (bis hin zum Zerreißen möglich) | Deutlich geringeres Risiko für schwere Haarschädigung |
- Klassische Oxidanten: schnell, stark, aber potenziell stark schädigend
- Urea Peroxide: langsamer, kontrollierter und deutlich haarschonender ✅
Warum ist das so problematisch fürs Haar?
Disulfidbrücken sind die „Stahlträger“ der Haarstruktur. Durch Oxidation mit H₂O₂ ergibt sich:
- Ein Strukturverlust: Querbindungen verschwinden → das Haar verliert Stabilität
- Elastizität sinkt: Das Haar wird spröder.
- Dauerhafte Schädigung: Cysteinsäure kann nicht zurückverwandelt werden → irreversibler Schaden Zudem wirkt Cysteinsäure reizend auf die Haut, so dass im Extremfall durch das Haar selbst ein Kontaktekzem auf der Kopfhaut ausgelöst wird.
| Prozess | Wirkung auf S–S-Bindung | Reversibel? |
| Reduktion (z. B. Thioglykolsäure) | Spaltet zu –SH | ✅ ja |
| Oxidation (H₂O₂) | Überoxidiert zu –SO₃H | ❌ nein |
Zudem enthält auch die Cuticula – die Schuppenschicht des Haares – Disulfidbindungen, die vor allem die Festigkeit der Schuppenschicht als Barriere bestimmen. Werden hier S-S-Bindungen überoxidiert, so kommt es zu einer Auflockerung der Keratin-Struktur der Cuticula. Dies führt zu einem rauen Haar mit erheblichem Glanzverlust. Zudem wird das Haar aufgrund der weicheren Keratin-Struktur physikalisch sensibler (Föhnen, Kämmen, …).
Feuchtigkeitsverlust (Austrocknung): Cystein ist ein sogenanntes Dipol. Es kann am Haar Wasser sowohl über seine negative als auch positive Partialladung binden und ist damit ein nennenswerter Teil der Moisture Balance des Haares.
Cystein: HS−CH2 −CH(NH2 )−COOH Wichtige Gruppen: –COOH (Carboxylgruppe) → kann zu –COO⁻ werden –NH₂ (Aminogruppe) → kann zu –NH₃⁺ werden
👉 Wasser ist auch ein Dipol: Sauerstoff: δ⁻ Wasserstoff: δ⁺
➡️ Anziehung: COO⁻ zieht Hδ⁺ an NH₃⁺ zieht Oδ⁻ an
👉 Ergebnis: Cystein ist polar und geladen → ideal für Wasserbindung
Wird Cystein zur Cysteinsäure oxidiert, so liegt kein. Dipol und somit auch keine Wasserbindung mehr vor – der Feuchtigkeitshaushalt wird hierdurch signifikant gestört.
Chitosan Salicylat …
Chitosan‑Salicylat ist ein Salz-Komplex aus Chitosan und Salicylsäure, der einen Synergieeffekt bezüglich der Einzel-Wirkweisen von Chitosan und Salicylsäure aufweist – insbesondere mit der Eigenschaft, dass die Unverträglichkeit von Salicylsäure (irritierende Eigenschaften) im Komplex nicht mehr nachgewiesen werden können.
Chitosan Salicylat ist ein ebenfalls ein Polyelektrolytkomplex – wie Chitosan Keratinat auch: Chitosan = positiv geladen (–NH₃⁺) | Salicylat = negativ geladen (–COO⁻).


👉 sie bilden einen stabilen Komplex mit kombinierter Wirkung beider Komponenten:
Chitosan-Salicylat-Komplex (Chitosonium Salicylat)

Der Komplex entsteht durch eine elektrostatische Wechselwirkung zwischen dem positiv geladenen Chitosan und negativ geladenen Salicylat. Dadurch bildet sich ein stabiler Polyelektrolytkomplex.
Eigenschaften von Chitosan Salicylat
| Wirkbereich | Eigenschaften / Effekte |
|---|---|
| Filmbildung | Bildet einen schützenden, haftenden Film auf Haut und Haar |
| Antimikrobielle Wirkung | Wirkt gegen Mikroorganismen • Unterstützt die Haut- und Kopfhautgesundheit |
| Anti-Schuppen-Wirkung | Wirkt gegen Schuppenbildung • Unterstützt die Ablösung von Hautschuppen |
| Wundheilung | Fördert Heilungsprozesse der Haut • Unterstützt Regeneration |
| Haftung an Haut & Haar | Sehr gute Anlagerung an Haut und Haar • Verlängert die Wirkstoffverweildauer |
| Keratolytischer Effekt | Löst abgestorbene Hornzellen • Unterstützt die Hauterneuerung |
| Entzündungshemmung | Wirkt beruhigend bei gereizter Haut • Reduziert Entzündungen |
| Talgregulierung | Reguliert die Talgproduktion • Unterstützt ein ausgeglichenes Hautbild |
| Haarpflegeeffekt | Verbessert Kämmbarkeit • Konditioniert das Haar • Sorgt für mehr Glanz |
| Depot- & Langzeitwirkung | Langsame Wirkstofffreisetzung • Anhaltende Wirkung auf Haut und Haar |
| Verträglichkeit | Deutlich milder und besser verträglich als freie Salicylsäure |
Chitosan Salicylat kombiniert Peeling-, Pflege- und Schutzwirkung mit einem Depot-Effekt, wodurch es besonders langanhaltend und hautschonend wirkt.
Ist Chitosan‑Salicylat ein Allergen oder Reizend wie Salicylsäure?
👉 Nein, denn Chitosan Salicylat zählt als eigener Stoff, der im Vergleich zu Salicylsäure als verträglich gilt. Insgesamt gilt Chitosan Salicylat als gut bis sehr gut verträglich!
Dies ist dadurch begründet, dass der Salicylsäure-Rest hierbei gebunden vorliegt und in Synergie mit Chitosan wirkt.
| Aspekt | Bewertung |
| Allergiepotenzial | ❌ kein typisches Allergen |
| Reizpotenzial | ⚠️ Nur möglich bei sehr empfindlicher Haut |
| Verträglichkeit | ✅ gut |
| Wirkung | keratolytisch + antimikrobiell |
| Einsatz | Haut-, Haarpflege, Medizin |
Betain Salicylat …
Betain‑Salicylat ist ein milder Wirkstoffkomplex aus Betain und Salicylsäure. Es gehört zu den schonenderen BHA‑Varianten und wird vor allem in Haut‑ und Kopfhautpflege eingesetzt. Er entsteht durch Umsetzung von Betain mit Salicylsäure.


👉 sie bilden einen stabilen Komplex mit kombinierter Wirkung beider Komponenten:
Betain-Salicylat-Komplex (Betainium Salicylat)

Der Komplex entsteht durch eine elektrostatische Wechselwirkung zwischen dem positiv geladenen Betain und negativ geladenen Salicylat. Dadurch bildet sich ein stabiler Polyelektrolytkomplex.
Eigenschaften von Betain-Salicylat
| Wirkbereich | Eigenschaften / Effekte |
|---|---|
| Keratolytischer Effekt (Peeling) | Löst abgestorbene Hautzellen, Talg und Verhornungen • Sanfter als freie Salicylsäure • Fördert glattere Haut • Ideal bei unreiner Haut und verstopften Poren • Reduziert Mitesser, Pickel und Akne |
| Feuchtigkeit & Reizungsschutz | Feuchtigkeitsspendend • Reizlindernd, insbesondere juckreizlindernd |
| Entzündungshemmung | Antientzündlich und beruhigend • Geeignet bei gereizter Haut |
| Anti-Schuppen-Effekt | Löst verhornte Kopfhautschuppen • Verbessert die natürliche Abschuppung |
| Feuchtigkeitsbalance | Verhindert Austrocknung trotz Peeling • Verbessert Kämmbarkeit, Konditionierung und Glanz der Haare |
| Tensid-System | Sehr mildes Tensid • Unabhängig von klassischem Betain oder Cocamidopropyl Betaine einsetzbar |
Ist Betain‑Salicylat ein Allergen oder Reizend wie Salicylsäure?
👉 Nein, denn Betain Salicylat zählt als eigener Stoff, der im Vergleich zu Salicylsäure als verträglich gilt. Insgesamt gilt Chitosan Salicylat als gut bis sehr gut verträglich!
Dies ist dadurch begründet, dass der Salicylsäure-Rest hierbei gebunden vorliegt und in Synergie mit Betain wirkt.
| Aspekt | Bewertung |
| Allergiepotenzial | ❌ kein typisches Allergen |
| Reizpotenzial | ⚠️ gering, hauptsächlich bei sehr empfindlicher oder vorgeschädigter Haut |
| Verträglichkeit | ✅ gut bis sehr gut |
| Wirkung | keratolytisch + entzündungshemmend + feuchtigkeitsspendend |
| Einsatz | Hautpflege (Akne, Peeling), Haar- & Kopfhautpflege (Schuppen, fettige Kopfhaut) |